Rückblick 2013 und der Plan 2014

Der Törnbericht der ersten Etappe  ist leider der einzige geblieben, der online gekommen ist. Ein paar Tage später ist der Mast von unserem Flagschiff Wiking VII in der Nähe von Stockholm runtergekommen. Damit hatte sich der Törn dann erledigt, auch wenn noch 5 weitere Wochen geplant waren. Ursache ist ein Bruch der Verankerung des Püttings tief unter Deck.

Wiking VII ist im Anschluss auf einem Tieflader via Trelleborg wieder nach Travemünde gekommen, und ist jetzt bei der Werft Grell in der Reparatur. Hoffen wir, dass alles pünktlich fertig wird, spätestens zum Ansegeln am 1. Mai 2014.

Der Törn dieses Jahr soll wieder nach Tallin gehen. Die Karten sind schließlich schon größtenteils gekauft, und viele noch ohne Segelerfahrung in den Schären.

1. Etappe 13.07. – 20.07.2013 Travemünde – Kopenhagen

Crew: Inga, Karolin, Katrin, Max, Nils, Nina, Roman (S), Svenja

Törnstrecke: Travemünde – Burgtiefe – Spodsbjerg – Klintholm – Rødvig – Malmö – Kopenhagen

Zurückgelegte Strecke: 237 sm

Endlich geht es los – zum Sommertörn 2013! Den Start machte unsere Etappe von Travemünde nach Kopenhagen. Doch erst einmal mussten alle den Passathafen erreichen. Von Düsseldorf und Würzburg aus war es eine längere, aus Hamburg und Lübeck eine, dank Törneinkauf, vollgestopfte Anreise. In Travemünde war auf Anhieb klar, die Crew rockt, und Wiking VII ist in guter Form. Jeder war für einen Spaß zu haben.

ST13E1_1Am ersten Tag ging es von Travemünde nach Burgtiefe, bei gutem Wetter, Nordwestwind mit 4-5 Bft und Sonnenstrahlen. Zum Glück gab es bei der immer hungrigen Crew den immer gut gelaunten Kombüsenchef Max, der mit Schnittchen, Obst und Gemüseschalen während der Fahrt und grandiosen Kochkünsten am Abend den Laden und die Bäuche bei Laune hielt.

Für den nächsten Tag sagte der DWD viel Wind voraus – von vorne, so dass der Schlag nach Langeland anstrengend geworden wäre. Außerdem fehlte noch ein Crewmitglied, und der Zustieg auf Fehmarn war sicher einfacher als auf einer dänischen Insel – trotz der Wanderung von Burg nach Burgtiefe. Also genossen wir einen Hafentag und nutzten die Gelegenheit für kleinere Reparaturen und eine Besichtigung der Umgebung.

ST13E1_2Am dritten Tag segelten wir nach Spodsbjerg auf Langeland, wieder bei Nordwestwind und 4-5 Bft. Bei guter Sicht kreuzten wir einige Hauptschifffahrtswege und sichteten die ersten Schweinswale. In Spodsbjerg angekommen, lud der Grillplatz am Hafen zu einer Grillparty in der Abendsonne ein.

Für den nächsten Tag war frühes Aufstehen angesagt, denn wir wollten Klintholm erreichen. Bei langsam abnehmendem Wind aus West ging es durch den Grønsund. Es war ein schöner und langer Tag mit Angelversuchen und Sonnenbaden. In Klintholm war allerdings zu merken, dass die Saison begonnen hatte: Wir fanden unseren Platz mit Wiking VII als viertem Boot im Päckchen – das bedeutete erneutes frühes Aufstehen. Auch mussten hier im Hafen Vorräte aufgefüllt werden, denn frisches Obst und Gemüse sowie Schokolade, Butter, Eier und Brot gingen schon zur Neige.

Am Mittwoch erreichten wir bei manchmal abflauenden, manchmal auffrischenden Winden schon am frühen Nachmittag Rødvig. Es blieb Zeit, am Strand Frisbee zu spielen und die Beine baumeln zu lassen.

ST13E1_4Von Rødvig wurde dann das erste Mal auf diesem Törn Kurs auf Schweden genommen. Bei 3-4 Bft Westwind ging es nach Malmö. Wir segelten an einem Windpark entlang, durch die beeindruckende Øresundbrücke und auf den Turning Torso zu.

ST13E1_6ST13E1_5Unseren Liegeplatz fanden wir im neuen Stadtteil Västra Hamnen, umgeben von Wohn- und Bürogebäuden und mit dem Bug direkt an einem schicken Restaurant. Nach der wieder recht kurzen Strecke bot sich noch reichlich Gelegenheit, Malmö zu entdecken.

Am Freitag war das Ziel dann schon Kopenhagen. Es war ein toller Segeltag mit anfangs 6 Bft aus Nordwest. Wir hatten eine tolle Einfahrt in das Herz der dänischen Hauptstadt entlang der kleinen Meerjungfrau, dem königlichem Anleger, der Oper, dem neuen Schauspielhaus und Nyhavn. Festgemacht haben wir schließlich im nördlicheren Frihavn, die anderen Häfen waren einfach zu voll. Es folgte die erste Putz- und Reparatursession und auch schon der erste Besuch eines Teils der Folgecrew.

ST13E1_7Mit dem Abschlussessen, Kokosmilch-Kartoffeln, ließen wir den letzten Abend und damit das Törnende ausklingen, und das erste Crewmitglied wurde verabschiedet.

Am Samstag wurde das Boot übergeben, und unsere Crew trennte sich in Zug- und Autofahrer. Es war eine schöne Überraschung, als uns die Fähre von Rødby nach Puttgarden noch einmal für kurze Zeit wieder zusammenbrachte.

Die Woche war wunderschön und lustig, und wir alle sind uns einig: Eine Woche ist zu kurz und muss daher unbedingt wiederholt – und verlängert – werden. Entsprechend hieß es auch nicht „auf Wiedersehen“, sondern „bis zum nächsten Mal“!

(Bericht von Inga und Roman)