Auszug aus dem Törnbericht der sechsten Etappe

[…] Ausgeschlafen ging es am nächsten Tag weiter nach Arendal durch einige Schären und wir legten bei Dämmerung an. Dort konnten wir uns – beim Warten auf ein geeignetes Windfenster für die Überfahrt – erholen und uns die schöne Stadt angucken. Zum Kaffee und Kuchen fuhren wir am nächsten Tag durch einen herrlichen Fjord nach Tvedestrand. In dem idyllischen Nest waren schon alle Bürgersteige hochgeklappt. Schockiert mussten wir feststellen, dass unsere letzten norwegischen Kronen trotz Nebensaison nicht mehr für einen einzigen Abschiedsdrink reichten. Vielleicht ja gar nicht so schlecht, denn wir nahmen bei Sonnenuntergang die Überfahrt nach Skagen in Angriff. […]

Auszug aus dem Törnbericht der fünften Etappe

[…] So begann der eigentliche Törn erst am Sonntag. Aus dem Trondheimfjord ging es in Richtung Kristiansund mit einem Boxenstopp in einem kleinen Hafen namens Kongensvoll. Dort klopfte aus heiterem Himmel Opal, eine Einhandseglerin, an unsere Bordwand, zusammen mit ihrem Husky „Findus“ auf dem Weg nach Alaska war. Wir luden Sie zu alkoholischen Getränken (in Norwegen sind die teuer, und wir hatten aus Deutschland günstigere Bestände dabei) auf unser Schiff ein und sie unterhielt uns den ganzen Abend lang mit wunderbaren Geschichten aus ihrem wilden Leben. So erfuhren wir, wie sie einmal fast zur Beute eines Bären in den Wäldern Kanadas wurde, wie ihr Huskies das Leben retteten und wie sie sich selbst in der Karibik das Segeln beibrachte. Nach diesem schönen Abend brachten wir sie noch zu ihrem Boot zurück und gingen dann inspiriert von ihrem Leben zu Bett. Wir wünschen ihr viel Erfolg bei ihrem #ProjectBeyondOrdinary. […]

Auszug aus dem Törnbericht der vierten Etappe

[…] Der Stopp in Svolvaer wurde trotz alledem genutzt um die Lofoten das erste Mal richtig zu enddecken. Währende einer Bergwanderung, inklusive einiger Irrwege, bekamen wir einen unglaublichen Ausblich über die Lofoten, Svolvaer und die Fjorde. Am folgenden Tag ging es einmal quer durch die Lofoten weiter nach Melbu. Und trotz des etwas schlechterem Wetter wird uns die Durchquerung der Lofoten vom Wasser aus, die Natur und die befahrenen Ströme nicht so schnell aus dem Kopf gehen. […]

Auszug aus dem Törnbericht der dritten Etappe

[…] In den Nächten wurde es auch im August noch nicht richtig dunkel, und da wir nachts um 3 noch sehr motiviert waren, haben wir gleich dreimal in dem Hafen angelegt. Beim dritten Versuch war der Liegeplatz dann auch für Niedrigwasser tief genug. Nach kurzer Stadtbesichtigung haben wir uns aufgemacht ein touristisches Programm zu absolvieren: Trollfjord, ein Seeadler, ein paar Schweinswale, einmal die Lofoten von der Atlantikseite. […]

Auszug aus dem Törnbericht der ersten Etappe

[…] Weiter segelten wir nach Utsira, dem Helgoland der Norweger. Die Insel wurde noch am Abend zu Fuß durchquert und erkundet. Von Utsira ging es nach Eidsklubben, einem noch idyllischeren Hafen südlich von Bergen. Am nächsten Tag erstmal zum einzigen Segelmacher etwas nördlich von Bergen, der im Urlaub vergessen hatte, den AB einzuschalten, die Fock wurde repariert und danach verholten wir zur Zachariasbryggen, wo wir genau vor dem besten Fischrestaurant die letzten zwei Tage lagen. […]