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3. Etappe

Revsnes - Bodö









Frohen Mutes plante die Crew früh morgens in Lübeck zum Flughafen Hamburg aufzubrechen. Sie wollten über Oslo nach Bodö fliegen um dort auf Wiking zu zwei Crewmitlgiedern zu stoßen, die bereits ein paar Tage früher anreisen wollten.

Wenige Tage vor der Abreise mussten sie jedoch von der Vorcrew erfahren, dass ihre stolze Wiking VI - bedingt durch Motorschaden und Sturm - ein klein wenig weiter im Süden liegt als geplant; genauer gesagt 150sm, in dem liebenswerten und verkehrstechnisch überaus hervorragend angebundenen Örtchen Revsnes, nordwestlich von Trondheim. Voll überschäumender Freude wurden also noch schnell ein paar Tickets für den Nachtzug von Bodö nach Trondheim dazugekauft und beschlossen, die verbleibende Zeit sowohl in Bodö, als auch in Trondheim für Besichtigung und letzt Einkäufe zu nutzen.

Als wir nach fast zwei Tagen Anreise mit Flugzeug, Bus und Taxi, einem Zwischenstop beim Hafenfest in Bodö und einer heißen Schokolade in Trondheim letztendlich Wiking erreichten, wurden wir von den Vorausgereisten mit einem leckeren Abendessen erwartet und alle Strapazen waren vergessen.

Am nächsten Tag liefen wir nach einem langen Frühstück und ein paar kleinen Einkäufen endlich aus. Mit Wind von vorne kamen wir nur langsam voran, aber dafür hatten wir Sonnenschein und gute Stimmung an Bord. Die Geschwindigkeit lud regelrecht dazu die Makrelenhaken auszuwerfen. Und bereits nach kurzer Zeit war die Fischsaison eröffnet. In den nächsten Tagen versuchten wir uns abwechselnd am Schleppangeln und in den Flauten mit Pilkern. Als Resultat gab es meistens Fisch zum Abendbrot; meist gegrillt, aber auch gebraten.

Am Abend des selben Tages überquerten wir schließlich den Polarkreis und wurden gebührend vom einzig bereits getauften Mitglied unserer Crew getauft.

In Reine legten wir einen Hafentag ein um die Postkarten an alle daheimgebliebenen ASVer schreiben zu können. Einige von uns trieb es dann auf einen naheliegenden Berg, wo sie eine herrliche Aussicht genießen konnten. Mitten in der Nacht wurden wir durch Gepolter geweckt. Ein großer Steinschlag war abgegangen und blockierte nun die einzige Straße – Pech für die Wohnmobile, Glück für die Seefahrer; Auf der nächsten Etappe von den Lofoten zum Festland entschloss sich unser Skipper dazu, nicht mehr weiter nach Norden zu fahren; Somit mussten einige Crewmitglieder mitten im Westfjord ihr Versprechen einlösen, an der Nördlichsten Stelle des Törns Baden zu gehen...

4. Etappe: Bodö - Stavanger